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Der kleine Fürst 56 - Adelsroman: Ein Korb für Theodor Viola Maybach

Der kleine Fürst 56 - Adelsroman: Ein Korb für Theodor

Viola Maybach

Published September 1st 2015
ISBN :
Kindle Edition
73 pages
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 About the Book 

»Du machst einen Fehler, Kind«, sagte Isabella von Hardenberg zu ihrer Tochter Emanuelle. »Du und Theodor, ihr wärt …«Emanuelle unterbrach sie ungeduldig. »Ich weiß, Mama, du hast es mir mindestens schon tausend Mal gesagt: Wir wären ein reizendesMore»Du machst einen Fehler, Kind«, sagte Isabella von Hardenberg zu ihrer Tochter Emanuelle. »Du und Theodor, ihr wärt …«Emanuelle unterbrach sie ungeduldig. »Ich weiß, Mama, du hast es mir mindestens schon tausend Mal gesagt: Wir wären ein reizendes Paar.«»Jawohl!«, bekräftigte Isabella nachdrücklich. Sie war eine füllige Blondine mit einem hübschen runden Gesicht und porzellanblauen Augen. Wer sie nicht kannte, hätte in ihr und Emanuelle niemals Mutter und Tochter vermutet, denn Emanuelle hatte die braunen Locken ihres Vaters geerbt, seine braunen Augen und seine schlanke Figur. Alles an ihr wirkte schmal und zierlich, sie bewegte sich geschmeidig und selbst in der sportlichen Kleidung, die sie bevorzugte, wirkte sie elegant. Wenn man sie darauf ansprach, zuckte sie nur mit den Schultern: Ihr lag nichts an Eleganz, es war ihr selbst rätselhaft, wie diese Wirkung zustande kam. »Jawohl!«, wiederholte Isabella. »Und ich begreife nicht, warum du ihn nicht wenigstens kennenlernen willst. Hast du so wenig Vertrauen in das Urteilsvermögen deiner Eltern?« »Ach, Mama!« Emanuelle war das Thema lästig. »Damit hat das überhaupt nichts zu tun. Ich bin einfach nicht interessiert an Theo zu Wolckenhagen, also lass mich doch endlich mit ihm in Ruhe. Was hättest du denn gesagt, wenn deine Eltern versucht hätten, dich mit jemandem zu verkuppeln?« Isabellas schön geschwungene Augenbrauen rutschten in die Höhe? »Verkuppeln?«, fragte sie gedehnt. »Was ist das denn für ein Ausdruck? Niemand will dich verkuppeln, und das weißt du auch ganz genau. Wir haben nur jemanden kennengelernt, den wir sympathisch finden, das ist alles.« »Das ist nicht die ganze Wahrheit, Mama! Ihr findet ihn nicht nur sympathisch, ihr möchtet auch, dass ich ihn sympathisch finde - und ihr hättet durchaus nichts dagegen, wenn mehr daraus würde. Du könntest wenigstens ehrlich zu mir sein.«